Bitte aktivieren Sie in Ihrem Browser die Annahme von Cookies und starten diese Seite neu!

Die AMG Struktur.

„Wir leben alle für das Produkt.
Und das spürt man auch.“

Stephanie, Entwicklung/Versuch Thermomanagement

Ich bin für die Auslegung und Entwicklung inklusive Serienfreigabe des Thermomanagements von Motor, Getriebe, Ladeluft etc. zuständig. Oder anders gesagt: Ich kümmere mich um alles, was aktiv gekühlt werden muss. Gerade beim Thermomanagement werden die Anforderungen immer größer. Die Motoren sind immer stärker aufgeladen und produzieren immer mehr Abwärme. Dadurch werden auch die Randbedingungen für die Kühlung immer schärfer und man muss sich schon ganz genau überlegen, wie man mit dem vorhandenen Platz zurechtkommt und wie die ganze Abwärme abgeführt werden kann. Dazu müssen wir das technische Limit immer wieder herausfordern. Wir stellen uns permanent neue Fragen, wie man neue technische Entwicklungen ein- und umsetzen kann.

„Bei AMG fordern wir das technische Limit immer wieder heraus.“

„Wir sind unendlich stolz, dass wir etwas geschaffen haben, das andere Menschen begeistert.”

Ein besonders spannender Teil meiner Arbeit sind die Versuchsfahrten. So eine Erprobung beginnt immer damit, dass ich das Auto mit dem Kühlsystem und der entsprechenden Messtechnik ausstatte. Oft bedeutet es ein bisschen Stress, bis alles funktioniert und das Auto schließlich versandbereit ist. Dann geht es nach Italien ins Testzentrum. In diesem Testzentrum gibt es die längste Kreisbahn der Welt mit einem Durchmesser von ca. 4 km. Wir fahren also 12,6 km lang im Kreis – das bietet sich an, um Tests zur Bewertung der Kühlleistung zu fahren.

Am Anfang einer Erprobung fahre ich nicht so anspruchsvolle Messungen mit geringen Längs- und Querdynamikanforderungen, um das Fahrzeug kennenzulernen und um zu prüfen, ob das Auto ordentlich aufgebaut ist oder ob es irgendwo einen Kühlwasserverlust gibt. Wenn alles passt, kommen dann die anspruchsvollen dynamischen Themen und Fahrten mit Maximalgeschwindigkeit. Das sind dann zum Beispiel Volllast-Beschleunigungen auf 250 km/h. Danach bremst man relativ hart ab, ähnlich wie bei einer ABS-Bremsung, um gleich darauf wieder voll zu beschleunigen. Das wird dann zigmal wiederholt, bis die Medientemperaturen in Beharrung sind.
Solche Versuchsfahrten sind eine enorme Belastung für das Auto, für den Motor und für die Bremsen. Es ist aber auch für mich als Fahrerin ganz schön schwierig. Denn man braucht ein gutes Gefühl für das Auto. Man muss spüren und einschätzen können, ob mit dem Auto alles stimmt.

Letztendlich sind wir unendlich stolz, dass wir mit einem Auto etwas geschaffen haben, das andere Menschen begeistert. Das ist schon cool. Wenn ich Pressetests sehe und dann sagen kann: „Hey, daran habe ich mitgearbeitet, da habe ich dieses und jenes gemacht.“ Oder wenn ich das Auto irgendwo sehe und denke: „Ah, da sind ja unsere Kühler verbaut.“ – Man kann das Gefühl gar nicht so richtig beschreiben. Es macht mich wirklich sehr stolz, und das gibt mir unglaublich viel zurück. Wir leben alle für das Produkt. Und das spürt man auch. Jeder ist total begeistert von dem, was er tut. Man erfreut sich jeden Tag an den tollen Autos und dem ganz besonderen Sound der Motoren. Und diese Begeisterung schweißt auch zusammen.

Mercedes-AMG GT S: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,6-9,4 l/100 km, CO2-Emission kombiniert: 224-219 g/km [1]

            Zurück